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Die Geschichte der Broholmer Teil 2

Nach vielen Jahren mühseliger und intensiver Arbeit war Sehested erfolgreich. Um die Rasse weiter zu fördern und wieder zu verbreiten, verschenkte er die Welpen mit der Bedingung, dass die neuen Besitzer die Zucht weiterführen mussten.

Dieses Konzept war sehr erfolgreich, denn der Broholmer erfreute sich rasch großer Beliebtheit und war schnell wieder weit verbreitet. Im alte dänischen Hundebuch „Hunden og Hunderacene“ (erschienen 1887) wurde der Broholmer als in Dänemark allgemein bekannter Hund beschrieben. Besonders in Kopenhagen waren die Straßen voll von diesen Hunden.

Zu Ehren von Nils Frederik Bernhard Sehesteds und in Anerkennung seiner Verdienste nannte man die Rasse Broholmer nach seinem Anwesen Schloß Broholm auf Fyn.

König Frederik VII von Dänemark und seine Gemahlin die Herzogin Danner waren ebenfalls Liebhaber dieser Rasse und so waren die Broholmer auch bekannt als Frederik VII’s Hund oder Jægersprisdog.

Schwarzweiß Zeichnung eines Broholmers als Frontansicht.
 

Einer der Broholmer des Königs wurde sogar nach seinem Tod ausgestopft und im Zoologischem Museum in Kopenhagen ausgestellt, wo man ihn auch heute noch bewundern kann.

Der Hund „Tyrk“ hatte eine wirklich wichtige Aufgabe für den König. Tyrk befreite, 10 Minuten bevor der König das Schlafzimmer betrat, den Raum von allen Geistern.

Der König sowie die Herzogin hatten einen Broholmer. Der Hund des Königs wurde immer Tyrk genannt und der Hund der Herzogin hieß immer Holger, unabhängig vom Geschlecht des Tieres.

     
  Hier sieht man König Frederik VII mit seiner Gemahlin Herzogin Danner und dem Broholmer Tyrk.  
    Hier sieht man König Frederik VII mit seiner Gemahlin Herzogin Danner und dem Broholmer Tyrk.
     

Bei der ersten dänischen Hundeausstellung im Jahre 1886 wurde der erste Rassestandard für den Broholmer verfasst. Dieser Standard wurde durch den FCI im Jahre 1982 übernommen (also 96 Jahre später!). Es erfolgte nur eine kleine Anpassung für die Farbe schwarz, die heutzutage anerkannt ist.

1887 wurde die Rasse anerkannt als Rasse der dänischen Jagdgesellschaft und es erfolgte ein Zuchtbucheintrag als dänische Rasse mit der Bezeichnung Broholmeren. Auch andere Schichten der Gesellschaft wurden Liebhaber der Broholmer.
     
      Dieses schwarzweiß Foto zeigt Broholmer im Gehege des Zoologischergartens Kopenhagen bei der Fütterung. Vor der Absperrung sind Besucher zu sehen (um1900).  
Fotografie (schwarzweiß) einer Broholmer Hündin, die zwei Löwenjunge säugt, mit drei Tierpflegern.    
   
Einer der besten und treuesten Förderer der Rasse war ohne Zweifel der Zoologische Garten Kopenhagen. Dort wurden zwischen 1875 und 1929 Broholmer als Teil der tierischen Bewohner gehalten. Im Zoo wurden in diesen Jahren fast 400 Welpen geboren. Die Broholmer des Zoos waren sehr berühmt wegen ihrer Aufgabe als Ammen für die Löwenjungen.

Seit 1900 wurden die schwarzen Broholmer im Tivoli als Wach- und Schutzhunde in der Nacht eingesetzt. Unglücklicherweise wurde der Broholmer wegen Krankheiten, Staupe und Inzuchtproblemen immer seltener. Sogar die heutzutage harmlose Räude führte damals zum Tode vieler Zuchttiere. Der Danish Kennel Club hatte keinerlei Zuchteinträge mehr nach 1910. Allerdings gab es in der Danish Breed Union Zuchteinträge sowie Hundeausstellungen der Broholmer bis 1939. Manche Stammbäume wurden bis ins Jahr 1956 geführt. 1940 galt ein alter Priester als der letzte Züchter Dänemarks. Die Situation wurde immer schlimmer durch den 2. Weltkrieg und der Züchter beschloss auch wegen seines hohen Alters die Zucht einzustellen. Die wirtschaftliche Lage der Menschen in Europa wurde auch den großen Hunderassen zum Problem. Nach dem Krieg wurde die Rasse als ausgestorben erklärt.

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